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AEDL oder ATL? Unterschiede und welches Modell wann passt

Veroeffentlicht am 14. Juni 2026 - 7 Min. Lesezeit

ATL nach Juchli (12 Aktivitäten) und AEDL nach Krohwinkel (13 Aktivitäten) sind die meistverwendeten Pflegemodelle in Deutschland. Beide gehen auf das Modell von Roper/Logan/Tierney zurück. Hier ist, was sie unterscheidet.

Die Struktur im Detail

Die historische Entwicklung

Juchli übersetzte 1973 das angelsächsische Roper-Modell für den deutschsprachigen Raum (ATL). Krohwinkel erweiterte es 1991 um existenzielle Erfahrungen (AEDL - heute 13 Aktivitäten).

Die wichtigsten Unterschiede

ATL: 12 Bereiche, Fokus auf täglichen Verrichtungen. AEDL: 13 Bereiche, ergänzt um 'Mit existenziellen Erfahrungen umgehen' - wichtig für Palliativ- und Demenzpflege.

Welches Modell wann?

Akut: ATL meist ausreichend. Langzeit, Palliativ, Demenz: AEDL eingesetzt, weil die existenzielle Ebene zentral ist. Schulen lehren meist AEDL als modernes Standardmodell.

In der Pflegeplanung

Strukturell identisch: jeder Bereich wird einzeln betrachtet (Ressourcen, Probleme, Ziele, Maßnahmen). Der Unterschied ist nur die Anzahl der Kästen, die du befüllst.

Praktischer Tipp

Schau, was deine Schule oder Einrichtung verwendet - und bleib dabei. Modellwechsel mitten in der Ausbildung produziert mehr Verwirrung als Mehrwert.

Beide Modelle in der Notion-Vorlage: Im Pflegeplanung-Generator ist das Modell als Select-Spalte angelegt - du kannst zwischen AEDL und ATL umstellen oder beide parallel führen. Strukturell ändert sich nichts.

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